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Senkung des Garantiezinses spätestens zum 1.2007 !
Das Geld, das Versicherte in Lebensversicherungen einzahlen, wird derzeit mit mindestens 2,75 Prozent pro Jahr verzinst. Die Realverzinsung kann höher liegen, wenn Überschussbeteiligungen hinzukommen. Niedriger jedoch dürfen die Zinsen nicht ausfallen, weil der Mindestsatz verbindlich festgeschrieben ist.
Wegen der langen Laufzeiten bei Lebensversicherungen haben selbst kleine Änderungen bei der Verzinsung gravierende Auswirkungen auf das Guthaben, das am Ende ausgezahlt wird.
Wer ohnehin plant, mit einer Lebensversicherung für später vorzusorgen und/oder seine Angehörigen finanziell abzusichern, der sollte mit dem Vertragsabschluss also nicht mehr allzu lange warten. Bereits bestehende Lebensversicherungen werden nämlich von einer möglichen Senkung des Garantiezinses nicht betroffen sein.

Nicht nur bei Kapital, Lebens und Rentenversicherungen steigen die Beiträge für garantierte Leistungen an auch die  BU-Prämien steigen deutlich an!
Durch die bevorstehende Absenkung des Garantiezinses verteuern sich ab 2007 die Beiträge für neu abgeschlossene Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit.
Zum 1. Januar 2007 steht eine Absenkung des Garantiezinses für Lebensversicherungsprodukte bevor. Nach dem Vorschlag der Deutschen Aktuarvereinigung soll der Satz von derzeit 2,75 Prozent auf 2,25 Prozent sinken. Die Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und des Bundesfinanzministeriums gilt als sicher.
Die Absenkung hat aber nicht nur Auswirkungen auf Lebens- und Rentenversicherungen. Auch die Prämien von Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit (BU) sind unmittelbar betroffen. Erste Berechnungen des Finanzdienstleisters MLP zeigen: Bei Vertragsabschluss ab 2007 steigen die Prämien durch diesen Effekt um bis zu sieben Prozent.
Hintergrund ist die Kalkulationsmethode der Versicherer. Für den Fall einer Berufsunfähigkeit müssen sie ein Finanzpolster in Höhe der voraussichtlichen Leistungen aufbauen. Diesen Kapitalstock verzinsen sie ausschließlich mit dem Garantiezins - je höher der Zinssatz, desto weniger Grundkapital ist notwendig. Oder anders ausgedrückt: Je niedriger die Verzinsung, desto höher ist der Beitrag.

Alter Erhöhung in %
  Mann Frau
25   7,3 7,7
30   6,3 6,4
35   5,2 5,2
40   4,1 4,1

Annahmen: BU-Rente 1.500 Euro, Endalter: 65 Jahre,
Die konkreten Auswirkungen ab dem Jahr 2007 hängen vom Eintrittsalter und dem Geschlecht des Versicherten ab. Die Tabelle zeigt: Je jünger der Versicherte bei Vertragsabschluss ist, desto stärker verteuert sich der BU-Schutz. Für eine monatliche BU-Rente von 1.500 Euro muss beispielsweise ein heute 25-Jähriger Mann gut sieben Prozent mehr Beitrag zahlen. Bei einem 40-Jährigen sind es gut vier Prozent. Hinzu kommt: Mit jedem Jahr, um das sich der Versicherungsbeginn nach hinten verschiebt, steigt die Prämie um zwei weitere Prozent. In der Summe führen die beiden Faktoren - Absenkung des Garantiezinses und ein höheres Eintrittsalter - zu einem Beitragsanstieg von bis zu neun Prozent.
Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit gehört zu den wichtigsten Elementen eines durchdachten Vorsorgekonzeptes. Durch die absehbare Verteuerung von BU-Versicherungen erwarten wir, dass die Nachfrage in diesem Jahr deutlich zunimmt.
Bislang bestehen große Versorgungslücken in der Bevölkerung für den Fall einer Berufsunfähigkeit. Denn nahezu jeder Vierte muss sein Berufsleben vorzeitig beenden. Gleichzeitig fällt die gesetzliche Leistung äußerst schmal aus, vor allem für die Jahrgänge ab 1961. Trotzdem verfügt bislang gerade einmal knapp ein Viertel der Bevölkerung über eine private Absicherung.

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