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Checkliste Pflegezusatzversicherungen
Pflegetagegeldversicherungen

Testsieger Finanztest 01/09
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Vergleich aller Anbieter von Pflegetagegeldversicherungen

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Treffen kann es jeden und auch schon in jungen Jahren. Das bezweifelt niemand. Schon heute leben in Deutschland mehr als zwei Millionen Menschen, die pflegebedürftig sind. Und angesichts der Tatsache, daß die Lebenserwartung weiter steigt, besteht auch Einigkeit darüber, daß diese Zahl schon in naher Zukunft noch einmal stark steigen wird. Selbst die Misere der 1995 eingeführten gesetzlichen Pflegeversicherung wird allgemein beklagt. Ohnehin, so steht es schon im Gesetzestext, war sie nie darauf angelegt, eine Vollversorgung der Betroffenen sicherzustellen. Nur gehen die Meinungen darüber weit auseinander, was dies für den einzelnen bedeutet, ob er private Vorsorge treffen muß und, wenn ja, wann und wie.
Die Position der Versicherungswirtschaft ist klar: Weil die Zahlungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schon jetzt nicht mehr ausreichen, raten sie dringend zum Abschluß einer privaten Police. Ihre Rechnung klingt überzeugend: Maximal 1432 Euro im Monat zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung derzeit. Rund 2700 Euro kostet durchschnittlich ein passender Heimplatz. Im Einzelfall kann er sogar weit darüber liegen.

Private Zusatztarife in zwei verschiedenen Arten
Grundsätzlich werden private Zusatztarife in zwei verschiedenen Arten angeboten:  als Pflegetagegeldversicherung und als Pflegekostenversicherung.
Auf den ersten Blick komfortabel, aber doch mit Haken
Am engsten an der gängigen Praxis der Krankenversicherer orientiert sich dabei die Pflegekostenversicherung. Wird jemand pflegebedürftig, zahlt die Versicherung einen vorher festgelegten Prozentsatz der tatsächlich entstandenen Kosten auf die gesetzlichen Leistungen drauf. Derzeit muß eine 45 Jahre alte Frau für eine Kostenerstattung von 1300 Euro monatlich zwischen 30 bis 40 Euro monatlich aufwenden, ein gleichaltriger Mann bekommt denselben Schutz für 20 Euro.
Das klingt auf den ersten Blick komfortabel, hat aber Haken: So müssen die Kosten durch Rechnung nachgewiesen werden, und familiäre Hilfe finanzieren die meisten Anbieter nicht. Viele Experten empfehlen diesen Tarif daher nur, wenn von vorneherein feststeht, daß die spätere Pflege von professionellen Kräften oder stationär erfolgen wird. Darüber hinaus sind die Beträge fast immer nach oben gedeckelt, und auch die Koppelung an den Kassensatz kann sich nachteilig auswirken. Verringert die Pflegeversicherung angesichts ihrer steigenden finanziellen Probleme künftig ihre Leistung, sinken auch die Zuschüsse der privaten Zusatzversicherungen.
Konditionen und Beiträge variieren stark
Flexibler ist die Tagegeldversicherung, die derzeit auch am meisten abgeschlossen wird. Das Prinzip ist einfach: Versichert wird ein fester Betrag pro Tag, der vom ersten Tag der Pflegebedürftigkeit an ausgezahlt wird und den der Patient frei verwenden kann. Gleichgültig ob er zu Hause gepflegt wird, im Krankenhaus, egal ob überhaupt Kosten in der vereinbarten Summe entstehen, die Versicherung zahlt.
Einen solchen Tagessatz von 30 Euro bekommt ein 43 Jahre alter Mann bei günstigen Anbietern ebenfalls für rund 20 Euro, eine Frau zahlt wiederum über 30 Euro. Allerdings variieren sowohl die Konditionen als auch die Beiträge von Gesellschaft zu Gesellschaft stark.
Manche zahlen überhaupt erst ab Pflegestufe II
Wie so oft, steckt auch bei der Tagegeldversicherung der Teufel im Detail. Wieviel Geld der Versicherte tatsächlich bekommt, hängt von seiner Einstufung ab. Den vollen Satz bekommen die meisten Versicherten erst von Pflegestufe III an, einige Anbieter zahlen überhaupt erst ab Pflegestufe II. Viele erreichen diese Einstufung gar nicht erst.. Wer in seinem Bekanntenkreis sich umschaut, der weiss wie schwer es ist, als schwerstpflegebedürftig eingestuft zu werden. Die wird auch  durch die Statistik bestätigt: Im Jahr 2005 waren 45 Prozent der Pflegebedürftigen in Pflegestufe I, 40 in Pflegestufe II und nur 15 Prozent in Pflegestufe III.
Von Policen, die Pflegestufe I ausschließen, ist abzuraten. Dennoch ist die Tagegeldversicherung  die interessantere Variante, weil sie den Versicherten den größten Spielraum läßt. Diese Einschätzung teilt auch Thomas Dambier von der Stiftung Warentest. Für die Zeitschrift „Finanztest" erstellte er Mitte des Jahres einen Marktüberblick.


Das Testergebnis von Ökotest
Ein guter Schutz vor dem Finanzdesaster im Pflegefall hat seinen Preis. Wer nicht mehr jung ist, muss selbst eine Police mit Basisschutz sogar vergleichsweise teuer erkaufen. Ein 35-jähriger Mann zahlt für 50 Euro Pflegetagegeld bei einem Topanbieter wie der DKV beispielsweise 12,60 Euro im Monat. Billiger ist die Police nur bei Anbietern zu haben, die deutlich weniger Leistung bieten - und deshalb nicht zu den Toptarifen im Test zählen. Ein 60-Jähriger zahlt für den gleichen Schutz bei guten Anbietern dagegen schon zwischen 52,70 Euro (DKV) bis 72,70 Euro (DEVK). Mehr noch: Bei Älteren sind oft bereits Vorerkrankungen vorhanden, die die Prämie weiter in die Höhe schrauben. Wer bis zum Rentenalter mit dem Abschluss der Police wartet, läuft zudem Gefahr, gar keinen Vertrag mehr zu erhalten. Über 65-Jährige werden bei den meisten Anbietern nicht mehr versichert. Manche haben das Höchstalter sogar auf 59 oder 60 Jahre begrenzt.
Frauenpolicen sind grundsätzlich rund 30 bis 70 Prozent teurer. Weil sie laut Statistik länger leben als Männer, wird das Risiko, zum Pflegefall zu werden, bei ihnen erheblich höher eingeschätzt. Das schlägt sich in den Prämien nieder. Eine 35-jährige Frau muss mindestens 17,60 Euro für einen guten Basisschutz wie bei der DKV ausgeben. Teure Anbieter, wie die R+V, verlangen sogar bis zu 38,90 Euro dafür. Komfortschutz ist bei Topanbietern, wie der Signal, ab 21,15 Euro erhältlich. Wartet Frau bis 60 mit dem Abschluss, muss sie dagegen mit Monatsprämien von 78 (SDK) bis 114,45 Euro (DBV-Winterthur) schon das Vier- bis Sechsfache für den gleichen Schutz ausgeben.
Wer sich vor allem für die Heimpflege absichern will, wird beim Basisschutz fündig. Alle Tarife bieten auf 100 Prozent erhöhte Leistungen bei stationärer Pflege. Ein für Frauen und Männer gleichermaßen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben vor allem die Provinzial und die DKV, wobei die DKV etwas preisgünstiger ist.

Getestete Tarife

Von den insgesamt 34 getesteten Basistarifen haben 23 weder bei den Männern noch bei den Frauen einen Spitzenplatz errungen. Zwei Tarife waren nur bei den Frauen unter den Besten, drei weitere nur bei Männern.

Basisschutz ohne Topplatzierungen

Universa, Tarif PT
Gothaer, Tarif PT
Central, Tarif PT
UKV, Tarif PTE 50
R+V, Tarif PT (Männer)
Signal, Tarif EPT
Barmenia, Tarif PT1 (Frauen)
LVM, Tarif PZT
SDK, Tarif PE 1 (Frauen)
Alte Oldenburger, Tarif PT
Münchner Verein, Tarif 420 (Männer)
Deutscher Ring, Tarif PTG1
Karstadt Quelle, Tarif PT (Frauen)
Neue BBK, in Kooperation mit der Württembergischen, Tarif PT
Nürnberger, Tarif PT
Württembergische, Tarif PT
Dräger & Hanse BBK in Kooperation mit der Victoria, Tarif PZ 4
Victoria, Tarif PZ 4
Debeka, Tarif PVZ 1500
Inter, Tarif PTN1, PTN
Allianz, Tarif PZT
AOK Bayern in Kooperation mit der Versicherungskammer Bayern, Tarif AOK Pflege-Optimal
AOK Rheinland in Kooperation mit der UKV, Tarif AOK Pflege-Optimal
KKH, Tarif PZT
Bayerische Beamtenkrankenkasse in Kooperation mit der Versicherungskammer Bayern, Tarif Pflege-Optimal
UKV, Pflege-Optimal
HUK,Tarif PT
Pax-Familienfürsorge, Tarif P EU
Komfortschutz ohne Topplatzierungen
konnte sich nur einer nicht platzieren.
Alte Oldenburger, Tarif PT (Frauen)

Auf was kommt es an bei Pflegetagegeldversicherungen?

Was leistet die gesetzliche Pflegeversicherung?

Die drei Pflegestufen
I, II, III

Was kostet eine Pflegeversicherung
Pflegetagegeldversicherung
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Haftungsausschluss

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AXA Colonia, 50592 Köln, Tel. 01803 - 556622, Fax 0221 - 14836202,
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Barmenia, Postfach 10 17 20, 42017 Wuppertal, Tel. 0202 - 43800, Fax - 4382846,
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Bayerische Beamtenkrankenkasse, 85538 Haar, Tel. 089 - 21600, Fax - 21602714,
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BBV, 81732 München, Tel. 089 - 67870, Fax - 67879150,
E-Mail info@bbv.de, Homepage
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Bruderhilfe - Pax - Familienfürsorge, Benrather Schlossallee 33, 40597 Düsseldorf,
Tel. 0211 - 9963-0, Fax - 9963163, E-Mail info@bruderhilfe.de, Homepage
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Central, 50593 Köln, Tel. 0221 - 16360, Fax - 1636200,
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Concordia, Karl-Wiechert-Allee 55, 30625 Hannover, Tel. 0511 - 57010, Fax - 57011400,
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Continentale, 44118 Dortmund, Tel. 0231 - 9190, Fax - 9193255,
E-Mail info@continentale.de, Homepage www.continentale.de und
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DBV-Winterthur, Postfach 14 25, 65004 Wiesbaden, Tel. 01803 - 202164, Fax - 202156,
E-Mail info@dbv-winterthur.de, Homepage
www.dbv-winterthur.de
Debeka, 56058 Koblenz, Tel. 0261 - 4980, Fax - 41402,
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Deutsche Krankenversicherung, 50594 Köln, Tel. 01801 - 358100, Fax 0180 - 5786000,
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Nürnberger, 90334 Nürnberg, Tel. 0911 - 5310, Fax - 5313206,
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R+V, 65193 Wiesbaden, Tel. 01802 - 7858633, Fax 0611 - 5334500,
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Signal, 44121 Dortmund, Tel. 0231 - 1350, Fax - 1354638,
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Union, 66099 Saarbrücken, Tel. 0681 - 8440, Fax - 8442709,
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Universa, 90333 Nürnberg, Tel. 0911 - 53070, Fax - 53071676,
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VGH Krankenversicherung, Schiffgraben 4, 30159 Hannover, Tel. 0800 - 1750844, Fax - 1750845,
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