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Bezieht man beim Vergleich die staatliche Förderung mit ein, fällt der Vergleich noch mehr zugunsten der Riesterrente aus. Im Gegensatz zur privaten Rentenversicherung ist der Eigenaufwand als Sonderausgaben unbeschränkt (auch über die derzeit geltenden Grenzen hinaus) von der Steuer absetzbar.
Finanztest hat es untersucht: Betrachtet man die Einkommensgruppe 50000 € Jahresbruttoeinkommen ( Kategorie Richterbesoldung):
Selbst unter schlechtesten Voraussetzungen: Ehepaar - nur einer hat Einkommen und selbständigen Anspruch auf Riester-Förderung - ergibt sich immerhin noch eine Förderquote von 35,7 %. Andererseits, kann im günstigsten Fall eine Förderquote von bis 50,6 % erzielt werden. D.h. Angehörigen dieser Einkommensgruppe wird der Beitrag bis zur Hälfte staatlich subventioniert. Je nach Konstellation, können so Zins-Renditen bis 19% auf das eingezahlte Kapital erzielt werden, unterstellt man, dass der Riestervertrag vor der Förderung 5% Rendite erzielt. (Finanztest Spezial Sonderheft zu A 5222F)
Der Einwand, der Vorteil wird durch die nachgelagerte Besteuerung wieder aufgehoben, lässt sich leicht relativieren. Die Riesterrente wurde konzipiert, um einen Ausgleich zur Verminderung der staatlichen Versorgungsansprüche zu schaffen. Bei Beamten ist es die Reduktion der Ruhegehaltsansprüche von 75 % auf 71, 75%. Es ist davon auszugehen, dass der Personenkreis, der allein auf sein Ruhegehalt angewiesen ist, in der Besteuerung weniger hart betroffen sein wird, als derjenige, der das Glück hat auch im Alter Einkünfte aus Vermögen zu erzielen, das er nicht erarbeitet hat. Es ist letztlich illusorisch sich darüber Gedanken zu machen, wie die Besteuerung in 25 oder 30 Jahren ausschauen wird. Bis dahin wird die europäische Integration soweit fortgeschritten sein, dass es eine einheitliche neue europäische Steuer- und Sozialgesetzgebung geben wird. (Der Mallorca-Rentner wird dann im Inland leben)
Riester bietet den großen Vorteil gegenüber jeder anderen Anlageform: Es schont Ihre Liquidität heute und jetzt und hilft Ihnen so rentabel Zukunftsvorsorge zu betreiben. Sie wissen, sie haben z.B in 2004 1050 € für Riester aufgewendet und haben bis zur Hälfte über Zulagen und Steuerersparnis zurückbekommen. Selbst wenn die Rahmenbedingungen sich ändern sollten: Es ist kein Problem sofort auszusteigen. Das erarbeitete Kapital inklusive Förderung geht nicht verloren. Man kann nur einen Fehler machen: Solange die gegenwärtigen Förderungsvoraussetzungen bestehen - nichts zu machen. Was in 30 Jahren sein wird, steht in den Sternen. Es ist müssig sich heute darüber Gedanken zu machen. Die beste Phantasie wird nicht ausreichen eine halbwegs realistische Prognose zu erstellen. Aber nichts zu tun ist auch keine Lösung.
Die Prioritätenliste sollte so aussehen: 1. Das Wichtigste: Absicherung der Arbeitskraft durch eine Berufs/Dienstunfähigkeitsversicherung so früh, wie nur möglich, bevor Vorerkrankungen einen Abschluss unmöglich machen.
2. Die Vorteile der Riesterrente nutzen: Es gibt zur Zeit nichts Besseres. Mit einem Minimalaufwand eine maximale zusätzliche private Altersrente zu erzielen. Wenn diese Minimalvoraussetzungen erfüllt sind, können auch andere Anlagemöglichkeiten in Betracht gezogen werden.
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